Ein anbieterneutraler Leitfaden: zehn Prüfkriterien, sechs Red Flags und die Fragen fürs Erstgespräch – nützlich, auch wenn Sie nie mit uns arbeiten.
Stand: Juli 2026
Beurteilen Sie eine KI-Agentur an vier Dingen: Wer baut Ihr System tatsächlich? Welches funktionierende Artefakt bekommen Sie wann? Wie ist der Preis an Ergebnisse gekoppelt? Und wer betreibt das System nach dem Go-live? Markengröße sagt wenig voraus – Seniorität in der Umsetzung fast alles. Die Checkliste unten macht jeden dieser Punkte im Erstgespräch prüfbar.
Die 10-Punkte-Checkliste für die Bewertung von KI-Anbietern
Jeder Punkt lässt sich im Erstgespräch prüfen. Eine gute Agentur beantwortet alle zehn, ohne auszuweichen.
Die Umsetzer sitzen mit am Tisch – nicht nur die Partner
Fragen Sie, wer den Code schreibt – und ob diese Person im Erstgespräch dabei ist. Wenn Sie bis zur Unterschrift nur Account-Manager sehen, sehen Sie danach auch keine anderen Gesichter.
Ein funktionierendes Artefakt in Wochen, nicht Monaten
Ein konkreter Plan innerhalb von Tagen, ein lauffähiger Prototyp innerhalb von Wochen. Monatelange Strategiephasen ohne laufendes System sind für Mittelstandsbudgets selten zu rechtfertigen.
Referenzen mit überprüfbaren Zahlen
Verlangen Sie Referenzprojekte mit konkreten, nachvollziehbaren Kennzahlen – Automatisierungsgrad, Genauigkeit, Zeitersparnis – statt Logo-Wänden. Fragen Sie anschließend, wie gemessen wurde.
Festpreis oder klare Meilensteine
Der Preis muss an Ergebnisse gekoppelt sein: Festpreis pro Scope oder klar definierte Meilensteine. Reines Time-and-Materials ohne Meilensteine verlagert das gesamte Risiko auf Sie.
DSGVO- und EU-AI-Act-Kompetenz – gezeigt, nicht behauptet
Lassen Sie sich das Konkrete erklären: Hosting-Ort, Zugriffskontrolle, Datenflüsse, menschliche Aufsicht, Audit-Logs. „Wir sind compliant“ ohne Architekturskizze ist ein Werbesatz.
Die Agentur sagt zu mindestens einer Ihrer Ideen Nein
Ein seriöser Partner hat eine Meinung: Mindestens einer Ihrer Use-Cases ist es vermutlich nicht wert, gebaut zu werden. Wer alles baut, was Sie bestellen, optimiert Umsatz – nicht Ihr Ergebnis.
Ein Betriebsplan für die Zeit nach dem Go-live
KI-Systeme bleiben nicht von allein gut: Daten veralten, Modelle driften. Fragen Sie nach Monitoring, Wartung und Weiterentwicklung – vor Vertragsschluss, nicht danach.
Transparenter Tech-Stack und geklärte IP-Rechte
Sie sollten wissen, welche Modelle und Komponenten eingesetzt werden, was davon austauschbar ist und wem Code und Modelle am Ende gehören. Vendor-Lock-in versteckt sich im Kleingedruckten.
Wissenstransfer an Ihr Team ist eingeplant
Dokumentation, Schulung, Übergabe: Ihr Team muss das System verstehen und bedienen können. Eine Agentur, die Wissen hortet, verkauft Ihnen Abhängigkeit als Service.
Ein kleiner erster Schritt ist möglich
Seriöse Anbieter lassen sich klein testen: ein Workshop, ein abgegrenzter Pilot oder eine kostenlose Machbarkeitseinschätzung – statt eines Sechsmonatsvertrags als Einstieg.
Beispiel: die kostenlose 24-Stunden-Ersteinschätzung von AI Phase
Woran erkennt man eine schlechte KI-Beratung?
Sechs Warnsignale aus echten Auswahlprozessen. Keines davon beweist Unseriosität – aber jedes verdient eine Nachfrage.
Garantierte ROI-Versprechen
Niemand kann die Ergebnisse eines KI-Projekts garantieren, bevor er Ihre Daten gesehen hat. Seriöse Anbieter arbeiten mit Prognosen und Vorbehalten – „garantiert 40 % Einsparung“ ist ein Verkaufsargument, keine Analyse.
Modellnamen statt Prozessfragen
Wer im Erstgespräch über GPT, Claude oder Llama redet, bevor er Ihre Prozesse verstanden hat, verkauft Technologie statt Lösungen. Die Modellwahl ist eine der letzten Entscheidungen im Projekt, nicht die erste.
Strategiephase über acht Wochen, bevor irgendetwas läuft
Analyse ist wichtig – aber wenn nach zwei Monaten noch nichts auf echten Daten getestet wurde, finanzieren Sie Folien. Machbarkeit zeigt sich im Prototyp, nicht im Workshop-Protokoll.
Kein Ingenieur im Verkaufsgespräch
Wenn niemand am Tisch sitzt, der das System bauen könnte, bleiben Ihre technischen Fragen unbeantwortet – und die Schätzungen, die Sie bekommen, stammen von Leuten, die nicht liefern müssen.
Time-and-Materials ohne Meilensteine
Offene Abrechnung ohne definierte Zwischenergebnisse belohnt Dauer statt Ergebnis. Bestehen Sie mindestens auf klaren Meilensteinen mit Abnahmekriterien.
Demos, die nie Ihre Daten berühren
Eine polierte Demo auf Beispieldaten beweist nichts über Ihren Fall. Bestehen Sie auf einem Test mit einem Ausschnitt Ihrer echten Daten – und sei er noch so klein.
Fair bleiben: Red Flags sind selten Betrugsindizien – meist sind es falsch gesetzte Anreize, etwa Abrechnungsmodelle, die Dauer statt Ergebnis belohnen. Den strukturellen Hintergrund zu Time-and-Materials vs. Festpreis und marktübliche Preisspannen finden Sie hier: KI-Beratung vs. klassische Beratung · Was kostet KI? Marktübliche Spannen
Welche Fragen sollten wir im Erstgespräch stellen?
Sieben Fragen zum Kopieren. Achten Sie weniger auf die Antworten als darauf, ob präzise oder ausweichend geantwortet wird.
- Wer genau schreibt den Code – und ist diese Person heute im Gespräch?
- Zeigen Sie uns ein Projekt, in dem Sie von KI abgeraten haben.
- Welches funktionierende Artefakt sehen wir nach vier Wochen?
- Wie wurde die wichtigste Kennzahl Ihrer besten Referenz gemessen?
- Was passiert nach dem Go-live – wer überwacht, wartet und entwickelt weiter?
- Wem gehören Code, Modelle und Prompts am Projektende?
- Was ist der kleinste sinnvolle erste Schritt – und was kostet er?
Sie wollen die Fragen live testen? Wir beantworten alle sieben in einem 30-minütigen Gespräch – ohne Folien, ohne Sales-Pitch. Gespräch vereinbaren
Agentur, Freelancer, Großberatung oder Inhouse – wer passt wann?
Die ehrliche Antwort hängt von Umfang, Reifegrad und Politik ab. Vier Optionen im Vergleich – inklusive der Fälle, in denen AI Phase bewusst nicht die richtige Wahl ist.
Freelancer
Passt für eng umrissene, gut spezifizierte Einzelaufgaben mit vorhandener technischer Betreuung im Haus. Riskant, sobald Architektur, Compliance und Betrieb dazukommen – dann hängt alles an einer Person.
Einordnung AI Phase: Für ein einzelnes, klar spezifiziertes Skript ist ein Freelancer oft die günstigere Wahl als wir.
Großberatung
Passt für Board-Level-Transformationen über viele Länder und Konzernpolitik: Wenn die Organisation selbst bewegt werden muss, zählt die Marke. Die Umsetzung erledigen dort allerdings oft Junior-Teams zu Senior-Tagessätzen.
Einordnung AI Phase: Für globale Multi-Site-Rollouts mit hunderten Stakeholdern passen größere Partner besser als ein gründergeführtes Team.
Spezialisierte KI-Agentur
Passt, wenn ein System gebaut, integriert und betrieben werden soll: Build und Operate aus einer Hand, Senior-Umsetzung, kurze Wege. Genau hier positioniert sich AI Phase – von der Machbarkeit bis in den Produktivbetrieb.
Einordnung AI Phase: Das ist unser Feld – Umsetzung und Betrieb, integriert in Systeme wie M365, SAP oder Ticketing.
Inhouse-Team
Passt, sobald KI tägliches Kerngeschäft ist und mehrere Systeme dauerhaft weiterentwickelt werden. Vorher lohnt der Aufbau selten: Recruiting, Auslastung und das Halten von Senior-Leuten sind teuer.
Einordnung AI Phase: Wir bauen mit Wissenstransfer – das Ziel ist, dass Ihr Team übernehmen kann, wenn es so weit ist.
Für Unternehmen mit 50–500 Mitarbeitern haben wir die Frage „eigenes Team oder einkaufen“ ausführlicher beantwortet: KI im Mittelstand: Use-Cases, Readiness und Grenzen · KI-Implementierung durch AI Phase · Wer hinter AI Phase steht
Wie schneidet AI Phase auf der eigenen Checkliste ab?
Transparenz statt Neutralitäts-Theater: Hier ist unsere eigene Wertung – inklusive des Punkts, an dem wir nicht die beste Wahl sind.
Die ehrliche Einschränkung: AI Phase ist ein gründergeführtes Team aus dem Münchner TUM-Ökosystem, kein Integrator mit 500 Leuten. Für globale Multi-Site-Rollouts oder Programme, die vor allem politische Rückendeckung brauchen, sind größere Partner die bessere Wahl. Fürs Bauen, Integrieren und Betreiben sind wir es. Mehr über das Team
Häufige Fragen zur Auswahl einer KI-Agentur
Ob die Personen, die Ihr Projekt scopen, es auch bauen. Seniorität in der Umsetzung sagt den Projekterfolg besser voraus als Markenname oder Firmengröße.
Testen Sie uns gegen die Checkliste
Schicken Sie uns Ihre KI-Idee – Sie erhalten innerhalb von 24 Stunden eine Scope-Skizze und eine ehrliche Machbarkeitsbewertung. Punkt 10, kostenlos eingelöst.